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Die legendäre "Dschungelstadt" Manaus war um die Jahrhundertwende eine der reichsten Städte der Welt. Zurückzuführen ist dieser Reichtum auf den Kautschukboom jener Zeit. Noch heute kann man in der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonia Relikte jener Zeit bewundern, allen voran die Oper. Bei diesem "Theatro Amazonas" wurde nicht gespart. Die Böden wurden aus Carrara Marmor errichtet, die Luster aus Glas aus der berühmten Murano-Glasfabrik. Doch der alte Glanz war schnell verflogen. Heute ist Manaus nur mehr eine große Hafenstadt am Rio Negro. Für Touristen interessant ist das Schauspiel etwa 10 km östlich von Manaus. Hier, beim "encontro das aguas" mündet der "schwarze" Rio Negro in den "braunen" Solimoes. Die Wasser der beiden Flüsse vermischen sich nur langsam und auf einigen Kilometern Länge hat man eher den Eindruck einer Ölpest, als daß hier der berühmte Amazonas mit fast 10 km Breite entsteht. Wer die Natur des Regenwaldes erleben will, soll eine mehrtägige Tour buchen, um weiter weg von der Stadt und ihrem Einflußbereich zu kommen. Besser ist es aber wahrscheinlich, eine kleinere Stadt als Ausgangspunkt für ein Naturerlebnis zu wählen.